Bunte Sittich-Futtermischung mit vielen Samen.

Die besten Futtermischungen für Sittiche

Die richtige Ernährung ist super wichtig für unsere gefiederten Freunde. Wenn du dir unsicher bist, was du deinem Sittich am besten anbieten sollst, bist du hier genau richtig. Wir schauen uns heute verschiedene futtermischungen-sittiche an, damit deine Vögel fit und glücklich bleiben. Es ist gar nicht so kompliziert, wie es vielleicht klingt!

Schlüssel-Infos zu futtermischungen-sittiche

  • Eine gute Futtermischung für Sittiche sollte abwechslungsreich sein und aus verschiedenen Samen, Hirsen und Getreiden bestehen.
  • Frisches Obst und Gemüse sind eine tolle Ergänzung, aber Vorsicht: Nicht alles ist für Sittiche geeignet, und manche Dinge wie Avocados oder Kerne von Äpfeln sind sogar giftig.
  • Kolbenhirse und Knabberstangen sind eher wie Süßigkeiten und sollten nur gelegentlich als Leckerli gegeben werden, zum Beispiel zum Trainieren.
  • Mineralien wie Grit, Sepiaschalen oder Mineralsteine sind wichtig für die Verdauung und die Calciumversorgung.
  • Achte beim Kauf von fertigen Futtermischungen auf die Zutatenliste und lagere das Futter immer kühl, trocken und dunkel, damit es frisch bleibt.

1. Saaten Und Samen

Wenn wir über die Ernährung von Sittichen sprechen, kommen wir an Saaten und Samen natürlich nicht vorbei. Das ist quasi das Grundgerüst, das man in fast jeder Futtermischung findet. Aber Achtung, nicht jede Saate ist gleich gut für unsere gefiederten Freunde. Es gibt da Unterschiede, und die sollte man kennen.

Die Basis bildet oft eine Mischung aus verschiedenen Hirsesorten. Dazu gehören zum Beispiel die Kolbenhirse, die man oft als ganze Kolben kaufen kann und die Sittiche lieben, aber auch verschiedene Rispenhirsen. Diese sind gut verdaulich und liefern Energie. Dann gibt es noch die sogenannten mehlhaltigen Saaten. Dazu zählen Dinge wie Kanariensaat, die auch Glanzsamen genannt wird, oder auch Grassamen wie Knaulgras. Die sind wichtig für die Energieversorgung.

Daneben gibt es noch die ölhaltigen Saaten. Hierzu gehören zum Beispiel Leinsamen, Nigersaat, Sesam, Mohn oder Hanfsamen. Die sind zwar sehr nahrhaft und liefern wichtige Fettsäuren, aber man sollte sie nicht in zu großen Mengen füttern, da sie auch recht fettreich sind. Eine gute Mischung enthält von beidem etwas, aber eben in einem ausgewogenen Verhältnis.

Manchmal findet man auch noch gepuffte Saaten in den Mischungen. Das sind Saaten, die durch Hitze und Druck aufgeschlossen wurden. Das macht sie leichter verdaulich und die Nährstoffe besser verfügbar. Quinoa oder Amarant sind da zum Beispiel auch gute Optionen, die man in hochwertigen Mischungen finden kann.

Beim Kauf einer Futtermischung ist es immer gut, einen Blick auf die Zutatenliste zu werfen. Ein gutes Futter sollte eine Vielfalt an verschiedenen Saaten und Samen enthalten, ohne dass eine Sorte übermäßig dominant ist. Achte darauf, dass die Saaten frisch aussehen und nicht staubig oder muffig riechen.

Kanariensaat

Kanariensaat, auch Glanzsamen genannt, ist ein Klassiker in der Sittichfütterung. Sie ist gut verdaulich und liefert wichtige Kohlenhydrate für die Energieversorgung. Sie ist oft ein Hauptbestandteil vieler Mischungen.

Nigersaat

Nigersaat ist eine kleine, schwarze und ölhaltige Saat. Sie ist besonders beliebt bei kleineren Sitticharten und liefert wertvolle Fettsäuren. Wegen ihres hohen Fettgehalts sollte sie aber nur in Maßen gefüttert werden.

Leinsamen

Leinsamen sind ebenfalls ölhaltig und enthalten viele gesunde Fette. Sie können auch eine leicht abführende Wirkung haben, was bei Verdauungsproblemen hilfreich sein kann. Auch hier gilt: Weniger ist oft mehr.

Hanfsamen

Hanfsamen sind sehr nahrhaft und enthalten ein gutes Verhältnis von Proteinen und Fetten. Sie sind besonders gut für Jungvögel oder während der Mauser geeignet, da sie den Aufbau von Muskeln und Federn unterstützen.

2. Beeren, Früchte Und Gemüse

Obst und Gemüse sind super wichtig für die Ernährung von Sittichen. Sie liefern Vitamine und Ballaststoffe, die sie sonst vielleicht nicht bekommen. Aber man muss aufpassen, was man gibt. Nicht alles ist gut für die kleinen Piepmätze.

Obstsorten

Bei Obst ist es wichtig, dass es nicht zu süß ist. Äpfel und Birnen sind zum Beispiel gut, aber man sollte die Kerne rausnehmen. Beeren sind auch eine tolle Sache, besonders im Sommer, wenn es viel Auswahl gibt. Melonen, Granatäpfel und auch mal eine frische Feige oder Pflaume sind gut. Sogar Mandarinen mögen manche Sittiche, aber da muss man die weiße Haut wegmachen. Wichtig ist bei allem: Immer nur in kleinen Mengen anbieten.

Gemüsesorten

Gemüse ist oft noch besser als Obst, weil es weniger Zucker hat. Karotten sind ein Hit, die können die Sittiche richtig schön zerknabbern und sich damit beschäftigen. Auch Fenchel, Zucchini und Aubergine sind gut. Rote Bete geht auch, aber nur frisch. Brokkoli und Paprika sind auch gute Optionen. Man kann das Gemüse entweder frisch anbieten oder kurz andünsten, aber nicht zu weich kochen.

Hygiene ist Trumpf

Gerade im Sommer, wenn es warm ist, muss man bei Obst und Gemüse super aufpassen. Es verdirbt schnell. Also am besten mehrmals am Tag kleine Portionen geben und Reste sofort wegnehmen. Auch das Wasser muss immer frisch sein. Wenn du dir unsicher bist, was du geben sollst, frag lieber einen Tierarzt oder schau in einem guten Buch nach.

Obst und Gemüse sollten immer nur ein Zusatz zur Hauptnahrung sein, nicht die Basis. Die Hauptnahrung bleiben gute Körnermischungen.

3. Kräuter Und Grasrispen

Kräuter und Grasrispen sind ein toller Zusatz für die Ernährung eurer Sittiche. Sie liefern nicht nur wichtige Nährstoffe, sondern sorgen auch für Abwechslung im Napf. Viele Sittiche lieben es, an den feinen Samen und Gräsern zu zupfen. Das ist gut für ihre Schnäbel und beschäftigt sie auch.

Warum Kräuter und Grasrispen?

  • Gesundheitliche Vorteile: Viele Kräuter sind bekannt für ihre positiven Effekte auf die Verdauung und das Immunsystem. Sie enthalten Vitamine und Mineralstoffe, die in normalem Körnerfutter oft fehlen.
  • Beschäftigung: Das Picken und Zupfen an den Rispen ist eine natürliche Verhaltensweise für Sittiche. Es beugt Langeweile vor und hält sie geistig fit.
  • Natürliche Ernährung: In der Natur fressen Sittiche auch viele verschiedene Gräser und Kräuter. Mit diesen Mischungen kommt die Natur ein Stück näher in eure Wohnung.

Was gehört in eine gute Mischung?

Eine gute Mischung sollte eine Vielfalt an Samen und Kräutern enthalten. Achtet darauf, dass die Zutaten frisch und von guter Qualität sind. Manchmal findet man Mischungen, die speziell auf die Bedürfnisse von Sittichen zugeschnitten sind.

  • Verschiedene Grassamen (z.B. Glanzgras, Weidelgras)
  • Kräutersamen (z.B. Löwenzahn, Spitzwegerich)
  • Manchmal auch Blüten oder andere kleine Samen

Worauf achten beim Kauf?

Schaut euch die Zutatenliste genau an. Sind viele verschiedene Sorten drin? Sind die Kräuter und Samen gut erkennbar? Manche Mischungen werben mit vielen verschiedenen Gräsern und Kräutern, aber die Qualität ist dann nicht immer die beste. Es lohnt sich, ein bisschen mehr auszugeben für eine hochwertige Mischung.

Die richtige Mischung aus Kräutern und Gräsern kann einen großen Unterschied für die Gesundheit und das Wohlbefinden eurer Vögel machen. Es ist eine einfache Möglichkeit, ihre Ernährung zu ergänzen und ihnen gleichzeitig etwas Gutes zu tun.

4. Keimfutter

Keimfutter ist eine tolle Ergänzung zur normalen Ernährung deiner Sittiche. Dabei werden verschiedene Samen und Körner eingeweicht, bis sie zu keimen beginnen. Das macht sie nicht nur leichter verdaulich, sondern erhöht auch den Gehalt an Vitaminen und Nährstoffen. Es ist wirklich eine einfache Methode, um die Gesundheit deiner Vögel zu unterstützen.

Warum Keimfutter?

  • Erhöhte Nährstoffdichte: Durch das Keimen werden Vitamine, insbesondere B-Vitamine und Vitamin E, sowie Mineralstoffe und Enzyme besser verfügbar gemacht.
  • Bessere Verdaulichkeit: Die aufgeschlossenen Nährstoffe sind für die Vögel leichter zu verdauen und aufzunehmen.
  • Abwechslung: Es bietet eine willkommene Abwechslung zum trockenen Körnerfutter und kann die Futterakzeptanz fördern.
  • Unterstützung bei Mauser und Zucht: Der erhöhte Nährstoffgehalt ist besonders in Phasen wie der Mauser oder der Zucht hilfreich.

Was eignet sich zum Keimen?

Nicht jedes Saatgut ist gleich gut zum Keimen geeignet. Am besten funktionieren Mischungen, die speziell für Sittiche zusammengestellt sind. Typischerweise enthalten diese:

  • Hirsearten (z.B. Japanhirse, Senegalhirse)
  • Kanariensaat
  • Leinsamen (in Maßen)
  • Niger-Saat
  • Sorghum

Wichtig ist, dass die Mischung wenig oder gar keine Sonnenblumenkerne oder andere sehr fette Samen enthält, da diese beim Keimen schnell ranzig werden können.

So einfach geht’s:

  1. Vorbereitung: Nimm eine kleine Menge des Saatguts und spüle es gründlich unter fließendem Wasser ab. Achte darauf, dass keine staubigen oder verdächtigen Bestandteile dabei sind.
  2. Einweichen: Gib die Samen in ein sauberes Glas oder eine Schüssel und bedecke sie mit frischem Wasser. Lass sie für etwa 8-12 Stunden bei Raumtemperatur quellen.
  3. Abspülen und Keimen lassen: Gieße das Wasser ab und spüle die Samen erneut. Stelle das Gefäß schräg, sodass überschüssiges Wasser abfließen kann, aber die Samen feucht bleiben. Spüle die Samen mehrmals täglich (mindestens 2-3 Mal) mit frischem Wasser ab, um Schimmelbildung vorzubeugen.
  4. Fütterung: Nach etwa 1-3 Tagen sollten die ersten kleinen Keime sichtbar sein. Sobald die Keime etwa so lang sind wie der Samen selbst, ist das Futter fertig. Biete es deinen Sittichen frisch an.

Achte immer auf Frische und Hygiene. Wenn etwas muffig riecht oder komisch aussieht, lieber wegwerfen. Ein Keimtest mit einer kleinen Menge kann dir zeigen, ob das Futter gut keimt – mindestens 50% der Körner sollten ankeimen, wenn alles in Ordnung ist.

5. Kochfutter

Kochfutter ist eine tolle Ergänzung zum normalen Saatenfutter, besonders wenn man mal etwas Abwechslung bieten möchte. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus verschiedenen Körnern, die gekocht werden, um sie leichter verdaulich zu machen. Oft werden dem Kochfutter auch noch Gemüse oder andere gesunde Zutaten beigemischt.

Es ist wichtig, Kochfutter nicht als alleiniges Futter anzubieten, sondern immer als Ergänzung.

Man kann Kochfutter entweder fertig kaufen oder auch selbst zubereiten. Wenn man es selbst macht, kann man die Zutaten genau auf die Bedürfnisse seiner Vögel abstimmen. Beliebte Zutaten sind zum Beispiel Reis, Hirse, Mais und verschiedene Linsen. Auch kleine Mengen an Gemüse wie Karotten oder Erbsen können untergemischt werden.

Bei der Zubereitung ist es wichtig, auf eine gute Hygiene zu achten. Das gekochte Futter sollte nicht zu lange stehen bleiben, besonders bei warmem Wetter, da es sonst schnell verderben kann. Am besten bereitet man nur so viel zu, wie die Vögel an einem Tag fressen.

Ein paar Punkte, die man beachten sollte:

  • Die Körner sollten gut durchgekocht sein, aber nicht matschig werden.
  • Fügt keine Gewürze oder Salz hinzu.
  • Lasst das Futter vor dem Servieren gut abkühlen.

Kochfutter ist eine gute Möglichkeit, den Vögeln zusätzliche Nährstoffe und Abwechslung zu bieten. Es ist eine Art Leckerbissen, der gut ankommt.

6. Kolbenhirse

Kolbenhirse ist ein echter Klassiker unter den Sittichfuttermischungen und das aus gutem Grund. Sie ist nicht nur optisch ansprechend mit ihren schönen, gelben Rispen, sondern auch ein wahrer Leckerbissen für unsere gefiederten Freunde. Viele Halter schwören auf Kolbenhirse als Hauptfutter oder als besondere Belohnung zwischendurch. Sie ist relativ fettarm und liefert wichtige Kohlenhydrate, die den Vögeln Energie geben.

Warum Kolbenhirse so beliebt ist

  • Natürlicher Futtertrieb: Das Picken der einzelnen Körner von der Rispe beschäftigt die Vögel und befriedigt ihren natürlichen Futtersuchtrieb. Das ist gut für die geistige Auslastung.
  • Gute Verdaulichkeit: Die Körner sind leicht verdaulich und gut für die meisten Sittiche verträglich.
  • Vielseitig einsetzbar: Ob als Leckerli, zur Beschäftigung oder als Teil einer ausgewogeneren Mischung – Kolbenhirse passt fast immer.

Sorten von Kolbenhirse

Es gibt verschiedene Sorten von Kolbenhirse, die sich in Farbe und Größe der Rispen unterscheiden können. Am häufigsten findet man die gelbe Kolbenhirse, aber auch rote und grüne Varianten sind erhältlich. Jede Sorte hat ihren eigenen Charme und wird von den Vögeln meist gerne angenommen.

Die Qualität der Kolbenhirse ist entscheidend. Achte darauf, dass die Rispen gut getrocknet sind und keine Anzeichen von Schimmel oder Verunreinigungen aufweisen. Frische, gut riechende Ware ist immer die beste Wahl.

Fütterungsempfehlung

Kolbenhirse sollte nicht das alleinige Futter sein, sondern als Ergänzung zu einer ausgewogenen Körnermischung angeboten werden. Als Faustregel gilt: Ein kleines Stück Kolbenhirse pro Vogel und Tag ist in der Regel ausreichend, besonders wenn sie als Belohnung oder Beschäftigung dient. Bei Jungvögeln oder kranken Tieren kann die Gabe etwas großzügiger ausfallen, aber immer mit Bedacht.

7. Mineralsteine Und Grit

Mineralsteine und Grit sind für Sittiche mehr als nur eine nette Beigabe, sie sind wirklich wichtig für die Gesundheit. Stell dir vor, dein Vogel hat keinen Zugang zu diesen Dingen – das kann schnell zu Problemen führen. Grit hilft zum Beispiel bei der Verdauung, indem es im Muskelmagen hilft, die Nahrung zu zermahlen. Das ist besonders wichtig, wenn sie mal etwas härtere Körner oder Fasern fressen.

Mineralsteine wiederum liefern wichtige Spurenelemente und Kalzium. Kalzium ist nicht nur für starke Knochen gut, sondern auch für die Eibildung bei den Hennen. Ohne genug Kalzium können die Eier weich werden oder es kann zu Legenot kommen, was echt gefährlich ist.

Also, was sollte in so einem Stein oder Grit-Gemisch drin sein?

  • Kalkhaltige Bestandteile: Zerstoßene Muscheln oder Austernschalen sind super.
  • Mineralien: Verschiedene Gesteinsmehle und Salze liefern wichtige Spurenelemente.
  • Kohle: Aktivkohle kann helfen, Giftstoffe zu binden.
  • Sand: Spezieller Vogelsand, kein normaler Spielsand.

Manche Leute bieten auch Sepiaschalen an, die sind auch eine gute Kalziumquelle und regen zum Knabbern an. Es ist gut, wenn die Vögel jederzeit Zugang zu beidem haben, aber achte darauf, dass es nicht zu viel wird. Zu viel Grit kann zum Beispiel den Magen verstopfen, wenn er nicht richtig verdaut wird. Eine gute Balance ist hier wirklich das A und O.

8. Eifutter

Eifutter ist eine tolle Sache für unsere gefiederten Freunde, besonders wenn sie sich gerade im Aufbau befinden oder wenn es darum geht, sie mit extra Nährstoffen zu versorgen. Es ist im Grunde eine Art Zusatzfutter, das hauptsächlich auf Eiern basiert, klar. Man kann es fertig kaufen oder auch selbst machen, was gar nicht so schwer ist.

Warum Eifutter?

Eifutter liefert wichtige Proteine und Aminosäuren, die für das Wachstum und die allgemeine Gesundheit wichtig sind. Gerade junge Vögel brauchen das, um richtig groß und stark zu werden. Aber auch bei der Mauser oder wenn die Vögel einfach mal eine extra Portion Energie brauchen, ist Eifutter eine gute Wahl. Es ist sozusagen ein kleiner Energieschub.

Was gehört rein?

Die Basis ist natürlich gekochtes Ei, zerdrückt oder fein gehackt. Dazu kommen oft noch Sachen wie Paniermehl oder Zwieback, damit es nicht zu feucht wird. Manche mischen auch noch ein paar Vitamine oder Mineralien dazu, aber da muss man aufpassen, dass man es nicht übertreibt. Manchmal sind auch schon fertige Mischungen mit verschiedenen Sämereien oder sogar getrockneten Insekten drin.

Worauf achten?

Man sollte Eifutter nicht jeden Tag in großen Mengen geben, sonst kann das zu viel des Guten sein. Lieber ein paar Mal die Woche als kleine Leckerei oder als Unterstützung in bestimmten Phasen. Frische ist auch wichtig, also nicht zu viel auf einmal machen und Reste schnell wieder wegnehmen, damit nichts schlecht wird. Es gibt verschiedene Sorten, von ganz fein bis etwas gröber, je nachdem, was deine Sittiche am liebsten mögen.

Eifutter selbst machen

Das ist wirklich kein Hexenwerk. Nimm ein hartgekochtes Ei, zerdrück es mit einer Gabel. Dann mischst du es mit etwas Paniermehl oder Semmelbröseln, bis die Masse krümelig ist. Manche geben noch einen Tropfen Öl dazu, aber das ist optional. Das war’s schon. Du kannst auch noch ein paar zerdrückte Körner oder etwas getrocknete Kräuter untermischen, wenn du möchtest. Aber denk dran, nur kleine Mengen machen und schnell verbrauchen.

9. Grassamen Und Wildsämereien

Wenn es um die Ernährung eurer gefiederten Freunde geht, sind Grassamen und Wildsämereien eine tolle Ergänzung. Sie erinnern die Sittiche an ihre natürlichen Futterquellen und bieten eine gute Abwechslung zum normalen Körnerfutter. Viele Mischungen enthalten eine gute Auswahl, aber es lohnt sich, genauer hinzuschauen.

Was macht Grassamen und Wildsämereien so gut?

Diese kleinen Samen sind nicht nur lecker, sondern auch gut für die Verdauung. Sie liefern wichtige Nährstoffe und Ballaststoffe, die für ein gesundes Vogelleben wichtig sind. Außerdem fördern sie das natürliche Futtersuchverhalten, was für die geistige Auslastung der Tiere super ist.

Worauf achten beim Kauf?

  • Vielfalt: Achtet darauf, dass die Mischung verschiedene Grassamenarten enthält. Knaulgras ist zum Beispiel eine gute Wahl.
  • Sauberkeit: Die Samen sollten sauber und frei von Staub oder Schimmel sein.
  • Zusätze: Manche Mischungen enthalten auch getrocknete Blüten oder Kräuter, was die Sache noch interessanter macht.

Eine gute Futtermischung sollte immer eine Basis aus verschiedenen Sämereien haben, ergänzt durch Grassamen und Wildsamen. So bekommt euer Sittich alles, was er braucht.

Beliebte Sorten und ihre Vorteile

Samenart Vorteile
Knaulgras Gut verdaulich, liefert Energie
Glanz (Kanariensaat) Enthält wichtige Fettsäuren, gut für die Federn
Nigersaat Reich an Öl, gut für die Kondition
Leinsamen Kann entzündungshemmend wirken

10. Hirse, Buchweizen Und Hafer

Hirse, Buchweizen und Hafer sind echte Klassiker in der Sittichfütterung. Sie liefern wichtige Energie und sind oft die Basis für viele fertige Futtermischungen. Aber nicht jede Mischung ist gleich gut, man muss schon genau hinschauen, was da drin ist.

Hirsearten

Hirse ist nicht gleich Hirse. Es gibt da eine ganze Bandbreite, von der roten und gelben Hirse bis hin zur schwarzen Hirse, Japanhirse und Silberhirse. Auch Kolbenhirse und Manna-Hirse gehören dazu. Diese Vielfalt ist super, weil sie unterschiedliche Nährstoffe und auch Abwechslung bietet. Vögel lieben es, die einzelnen Körner aus der Rispe zu picken, das ist gut für ihre Schnäbel und beschäftigt sie.

Getreide wie Hafer und Buchweizen

Neben Hirse sind auch andere Getreidesorten wie Hafer, Gerste, Einkorn, Dinkel und sogar Paddyreis in guten Mischungen zu finden. Hafer ist zum Beispiel ein toller Energielieferant, aber man sollte ihn nicht übermäßig füttern, sonst werden die Vögel zu dick. Buchweizen ist auch eine gute Option, er ist recht ausgewogen. Wichtig ist, dass die Mischung nicht zu viele fette Saaten enthält, das kann auf Dauer problematisch werden.

Worauf man achten sollte

Beim Kauf einer Futtermischung ist es wichtig, die Zutatenliste genau zu prüfen. Eine gute Mischung sollte einen hohen Anteil an mehlhaltigen Saaten haben, wie eben Hirse und Hafer. Vermeiden sollte man Mischungen, die zu viel von den ölhaltigen Saaten wie Sonnenblumenkernen oder Erdnüssen enthalten, besonders wenn sie geschält sind. Das ist oft nur ‚Leckerli‘-Futter und keine ausgewogene Hauptnahrung.

Eine ausgewogene Ernährung ist das A und O für gesunde Sittiche. Hirse, Buchweizen und Hafer sind gute Bausteine, aber die Mischung macht’s. Achte auf Vielfalt und vermeide zu fette Komponenten.

Bestandteile einer guten Mischung

  • Verschiedene Hirsesorten (rot, gelb, schwarz, Japan-, Silber-, Kolben-, Manna-Hirse)
  • Getreide (Hafer, Gerste, Einkorn, Dinkel, Paddyreis)
  • Glanz (auch Kanariensaat genannt)
  • Sämereien (Nigersaat, Sesam, Mohn, Hanf, Lein, Quinoa, Amarant)
  • Grassamen (z.B. Knaulgras)

Zusammenfassend: Das Richtige für Ihren Sittich

Also, am Ende des Tages geht es darum, was Ihr gefiederter Freund frisst. Eine gute Mischung aus Samen, ein bisschen Obst und Gemüse, und vielleicht mal ein Leckerli wie Kolbenhirse – das ist schon mal ein guter Anfang. Achten Sie auf die Zutatenliste, wenn Sie Futter kaufen, und schauen Sie, ob es frisch ist. Wenn Sie unsicher sind, probieren Sie einfach verschiedene Sachen aus. Ihre Sittiche werden es Ihnen danken, indem sie gesund und munter bleiben. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Häufig gestellte Fragen

Was ist das beste Grundfutter für Wellensittiche?

Am besten ist eine Mischung aus verschiedenen Samen, dazu gehören Hirse, Buchweizen und Hafer. Auch frisches Obst und Gemüse sind gut, aber nur in kleinen Mengen. Wichtig ist, dass die Körner frisch sind. Das kannst du testen, indem du ein paar Körner auf ein feuchtes Küchentuch legst. Wenn nach zwei Tagen kleine Keime zu sehen sind, ist das Futter gut.

Was mache ich, wenn mein Sittich das Futter nicht mag?

Manche Sittiche sind wählerisch und mögen nicht jedes Futter. Probiere einfach verschiedene Sachen aus. Es gibt viele verschiedene Samen, Obst- und Gemüsesorten. So findest du heraus, was dein Vogel am liebsten mag.

Sollte ich meinem Sittich auch andere Sachen geben?

Ja, Sittiche brauchen neben Samen auch frisches Obst und Gemüse. Aber Achtung: Nicht alles ist gut für sie! Manche Sachen wie Avocados, Kohl oder Zwiebeln sind sogar giftig. Obst nur ab und zu als Leckerli geben. Wichtig: Apfelkerne und Steine von Obst immer entfernen, die sind giftig.

Kann ich auch selbst Futter für meinen Sittich mischen?

Ja, das kannst du machen. Aber du musst gut wissen, was Sittiche brauchen. Wenn du dir nicht sicher bist, ist es besser, ein fertiges Futter zu kaufen. Wir können dir aber auch helfen, wenn du selbst mischen willst. Schreib uns einfach eine E-Mail oder ruf an.

Wie viel Futter braucht ein Sittich am Tag?

Ein Wellensittich frisst am Tag ungefähr zwei kleine Löffel Futter. Aber jeder Vogel ist anders, manche brauchen ein bisschen mehr oder weniger.

Ist das Futter von euch auch für andere Vögel gut?

Unsere Futtermischungen sind extra für Wellensittiche gemacht. Aber auch andere Vögel wie Kanarienvögel oder Nymphensittiche können sie manchmal fressen. Aber jeder Vogel ist anders, manche brauchen andere Sachen.