Wie wählt man die richtige Griffstärke beim Tennisschläger?

Warum die Griffstärke entscheidend ist

Zu schwacher Griff = Hand verrutscht, Schlag verliert Power. Zu fester Griff = Hand verkrampft, Kontrolle flöten. Das Ergebnis? Fehlende Präzision, Rücken‑schmerzen und Frust. Hier ist das Ding: Die richtige Größe ist das Fundament für jeden Aufschlag, jedem Slice, jedem Slice‑Lob.

Erste Messung – Handumfang prüfen

Hol dir ein flexibles Maßband. Miss um die Handfläche, also direkt unter den Fingern, den Umfang. Das Ergebnis mit der Griffgrößen‑Tabelle von den Herstellern abgleichen. Wenn du zwischen 100 mm und 105 mm landest, greif zu einem 4‑er. Unter 100 mm? Dann ist ein 3‑er das Mittelstück.

Finger‑Check: Der praktische Test

Setz dich, greif den Schläger locker. Jetzt lassen die Fingerspitzen über die Kante laufen. Können die Zeigefinger‑Zehen noch leicht greifen, bleibt Raum für Bewegung. Drückst du zu fest, drückt die Hand gegen die Oberfläche – das ist ein Alarm. Kurz gesagt: Der Grip sollte im Finger‑Spalt liegen.

Spielstil beeinflusst die Wahl

Baseliner, die lange Ballwechsel fahren, bevorzugen einen fester gehaltenen Griff – mehr Stabilität bei kraftvollen Grundschlägen. Netzspieler hingegen mögen locker, weil schnelle Reaktionszeit am Netz zählt. Und wenn du ein All‑Rounder bist, wähle mittlere Spannung: nicht zu locker, nicht zu steif.

Wetter und Untergrund – unterschätzte Faktoren

Warmer Sommer? Schweiß, rutschige Hände, leichteres Griff‑Material hilft. Kalt? Da schrumpft das Handgelenk leicht, ein etwas festerer Griff ist die Rettung. Und der Belag? Auf Sand kann ein wenig mehr Grip nötig sein, weil das Spieltempo langsamer ist.

Material des Griffs – nicht zu verwechseln mit Griffstärke

Ein Sofort‑Wechsel des Overgrips ändert nichts an der eigentlichen Maße‑Klasse, aber er beeinflusst das Gefühl. Wenn du das Gefühl hast, du würdest mit einem Gummi‑Stück spielen, probier dünneres Overgrip. Die Größe bleibt gleich, das Feedback ändert sich.

Probierphase – kein Grund zur Hast

Setz den Schläger im Training ein, nicht erst im Turnier. Spiel ein paar Aufschläge, ein paar Grundschläge. Wenn deine Hand nach 15 Minuten brennt, die Griffgröße ist zu klein. Wenn du das Gefühl hast, keinen Kontakt zu spüren, greif größer.

Das Fazit: Testen, Anpassen, Gewinnen

Der optimale Griff ist das Ergebnis von Messung, Finger‑Check und Spielstil‑Anpassung. Und hier ein letzter Tipp: Wenn du dir unsicher bist, greif das mittlere Modell und justiere mit einem Overgrip nach oben oder unten. Schnell, effektiv und du sparst dir die teuren Fehlkäufe. Auf dem Platz zählt jede Millimeter‑Entscheidung – pack sie!

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